Immer nur einen (Roll)-Film...

Die digitale Fotografie hat sicherlich ihre Vorteile. Einer davon ist die nahezu unbegrenzte Anzahl an Aufnahmen, die man zur Verfügung hat. Doch die immer größer werdenden Speicherkarten verleiten dazu, einfach drauflos zu fotografieren und die Auswahl erst hinterher, am Rechner, durchzuführen.

Vor einiger Zeit bekam ich von meinem Mann eine alte Balgenkamera geschenkt, eigentlich
ein Dekostück. Ich begann, alte Fotoapparate zu sammeln.

Gemeinsam mit befreundeten Fotografen beschlossen wir, mal das Fotografieren mit diesen
alten Mittelformatkameras auszuprobieren. So richtig mit Belichtungsmessern und den
entsprechenden Rollfilmen. Um wieder bewusst zu fotografieren, stellten wir uns freiwillig
einer Regel: Jeder nur einen Film. Das schafft neue Perspektiven und seltsamerweise
brauchten wir viel länger als erwartet, um die maximal 12 Aufnahmen zu machen. Weil man
länger überlegt, ob es das Motiv wert ist. Weil man länger um sein Motiv herumschleicht, um
die beste Position zu finden.

Trotz der technischen Unperfektion haben die Bilder etwas ganz besonderes. Vielleicht auch
weil sie technisch so unperfekt sind.

 

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